Drittanbieter-Schriften, Embeds und Website-Datenschutz
Websites laden häufig Ressourcen von fremden Domains: Font-CDNs, Videoplayer, Karten, Chats, Social Widgets, Analyse und Werbung. Der HTTP-Request selbst kann personenbezogene Verbindungsdaten offenlegen. „Keine Cookies“ bedeutet daher nicht automatisch „keine Übertragung“.
Was AllyProof prüft
Vor der Consent-Interaktion zeichnet der Browser Font-Requests und typische Embed-Anfragen auf. Der Befund nennt Ziel und Ressourcentyp, leitet daraus aber nicht automatisch die vollständige Vertragsrolle oder Rechtswidrigkeit ab.
Für Deutschland wird das Urteil des LG München I von 2022 zu extern geladenen Google Fonts als relevante Evidenz berücksichtigt. Es ist keine pauschale Regel gegen jede Schrift oder jedes CDN.
Fragen für die Prüfung
Für jeden Anbieter sind Daten, Zweck, Rechtsgrundlage, Erforderlichkeit vor der Auswahl, lokale oder zweistufige Alternativen, Vertragsrolle, Transfermechanismus und korrekte Nennung in der Datenschutzerklärung zu klären. Typische Maßnahmen sind lokales Font-Hosting, datenschutzfreundliche Embed-Modi, Consent-Platzhalter und verzögertes Laden optionaler Tags.
Offizielle Quellen
Ein beobachteter Request ist ein Prüfhinweis. Zweck, Vertrag, Erforderlichkeit und Transfersicherung entscheiden über die rechtliche Bewertung.
Häufige Fragen
- Sind Google Fonts in Deutschland immer unzulässig?
- Nein. Das häufig zitierte Münchner Urteil betraf das externe Laden mit Offenlegung der IP-Adresse ohne Einwilligung, obwohl lokales Hosting möglich war. Selbst gehostete Fonts vermeiden genau diesen Drittanbieter-Request.
- Kann ein Embed ohne Cookies Daten übertragen?
- Ja. Schon der Abruf von einem fremden Server übermittelt regelmäßig Verbindungsdaten wie IP-Adresse und User-Agent.
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