Vertrauen & Sicherheit
Wie AllyProof Ihre Daten schützt und die betriebliche Sicherheit gewährleistet.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hosting und Datenregion
Die AllyProof-Infrastruktur wird in der Europäischen Union gehostet. Unsere primären Anwendungsserver laufen in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.
Die Datenbankdienste laufen auf einer verwalteten PostgreSQL-Plattform, deren Daten in EU-basierten Instanzen gespeichert werden. Alle ruhenden Daten verbleiben innerhalb der EU, sofern Sie nicht ausdrücklich anders konfigurieren.
Statische Assets und Edge-Caching werden über ein globales CDN mit weltweiten Präsenzpunkten bereitgestellt.
Verschlüsselung und Transportsicherheit
- Bei der Übertragung: Alle Verbindungen nutzen TLS 1.2 oder höher, mit automatischer Zertifikatserneuerung am Edge. HTTP Strict Transport Security (HSTS) wird durchgesetzt.
- Im Ruhezustand: Die Datenbankspeicherung ist mit AES-256 verschlüsselt. Backups werden vor der Übertragung in den Speicher verschlüsselt.
- API-Schlüssel: Gespeichert als SHA-256-Hashes. Der ursprüngliche Schlüsselwert wird bei der Erstellung einmalig angezeigt und niemals gespeichert.
- Passwörter: Von unserem verwalteten Authentifizierungsanbieter mit bcrypt gehasht. Wir speichern niemals Passwörter im Klartext.
Authentifizierungs- und Sitzungssicherheit
- Die Authentifizierung nutzt einen PKCE-(Proof Key for Code Exchange)-OAuth-Ablauf über unseren verwalteten Authentifizierungsanbieter.
- E-Mail/Passwort- und Google-OAuth-Anmeldung werden unterstützt.
- Sitzungen werden über sichere, HttpOnly-Cookies mit automatischer Erneuerung verwaltet.
- Row-Level-Security-Richtlinien (RLS) erzwingen die Mandantentrennung auf Datenbankebene – Nutzer können nur auf Daten ihrer eigenen Organisation zugreifen.
- Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) mit drei Ebenen: Owner, Admin, Member. Alle eingeschränkten Aktionen werden serverseitig durchgesetzt.
Datenspeicherung und -löschung
- Kontodaten: Werden 30 Tage nach Antrag auf Kontolöschung aufbewahrt und danach dauerhaft entfernt.
- Scan-Ergebnisse: Werden aufbewahrt, solange die Website in Ihrer Organisation besteht. Werden innerhalb von 30 Tagen nach Entfernung der Website gelöscht.
- Aktivitätsprotokolle: Werden 90 Tage aufbewahrt und dann automatisch gelöscht.
- KI-Verarbeitung: Verstoßdaten, die zur Erstellung von Korrekturvorschlägen an unseren KI-Anbieter gesendet werden, werden vom Anbieter nicht gespeichert oder zum Modelltraining verwendet. Wir senden keine vollständigen Seiteninhalte – nur Verstoß-Metadaten und HTML-Ausschnitte.
Backup und Notfallwiederherstellung
- Datenbank-Backups: Automatisierte tägliche Backups mit Point-in-Time-Recovery-Fähigkeit.
- Berichtsspeicherung: Scan-Berichte und VPAT-Dokumente werden in EU-Objektspeicher mit regionsübergreifender Redundanz gespeichert.
- Wiederherstellungszeitziel (RTO): Unter 4 Stunden für die vollständige Wiederherstellung des Dienstes.
- Wiederherstellungspunktziel (RPO): Unter 24 Stunden (tägliches Backup-Intervall).
Offenlegung von Schwachstellen / Sicherheitskontakt
Wenn Sie eine Sicherheitslücke in AllyProof entdecken, melden Sie diese bitte verantwortungsvoll:
- E-Mail: security@allyproof.com
- Bitte fügen Sie eine Beschreibung der Schwachstelle, Schritte zur Reproduktion sowie relevante Screenshots oder Protokolle bei.
- Wir bestätigen den Eingang innerhalb von 48 Stunden und liefern eine erste Einschätzung innerhalb von 5 Werktagen.
- Wir gehen nicht rechtlich gegen Sicherheitsforscher vor, die in gutem Glauben handeln.
Kontakt für Vorfallreaktion
Für aktive Sicherheitsvorfälle oder Benachrichtigungen zu Datenschutzverletzungen:
- Notfall: security@allyproof.com mit dem Betreff “INCIDENT”
- Allgemeiner Support: support@allyproof.com
- Wir benachrichtigen betroffene Kunden innerhalb von 72 Stunden nach Bestätigung einer Datenschutzverletzung, gemäß Artikel 33 der DSGVO.
Einschränkungen automatisierter Barrierefreiheitstests
AllyProof verwendet automatisierte Scan-Werkzeuge (axe-core, HTML_CodeSniffer), um Barrierefreiheitsprobleme zu erkennen. Es ist wichtig, die Grenzen automatisierter Tests zu verstehen:
- Automatisierte Tests decken nur einen Teil der Barrierefreiheitskonformität ab. Branchenschätzungen zufolge können automatisierte Werkzeuge etwa 30–57 % der WCAG-Erfolgskriterienverstöße erkennen.
- Automatisierte Scans können subjektive Kriterien nicht bewerten, etwa ob Alternativtexte sinnvoll sind, ob die Inhaltsreihenfolge logisch ist oder ob eine Nutzererfahrung wirklich barrierefrei ist.
- Ein sauberer automatisierter Scan garantiert keine vollständige WCAG-Konformität. Manuelle Expertentests, Tests mit assistiven Technologien und Nutzertests sind ebenfalls erforderlich.
- Von AllyProof erzeugte VPAT-Dokumente sind als ENTWURF gekennzeichnet und müssen vor der Verwendung für Beschaffungs- oder Compliance-Zwecke von einer qualifizierten Barrierefreiheitsfachkraft geprüft werden.
- AllyProof leistet keine Rechtsberatung. Scan-Ergebnisse sollten nicht als rechtliche Konformitätsbewertung ausgelegt werden.
Browser-Erweiterung
- Standardmäßig lokal-first: Schnellscans laufen vollständig im Browser des Nutzers ab (axe-core wird im Seitenkontext ausgeführt). Ergebnisse befinden sich in
chrome.storage auf dem Gerät und werden nicht an AllyProof übertragen, es sei denn, der Nutzer meldet sich an und speichert sie ausdrücklich. - Minimale Berechtigungsfläche:
activeTab, storage, sidePanel. Das Manifest fordert nicht <all_urls> an; die Erweiterung kann keine Hintergrund-Tabs oder den Browserverlauf lesen. - Token-Speichermodell: Zugriffstoken befinden sich in
chrome.storage.session (gelöscht bei Browser-Neustart); Refresh-Token befinden sich in chrome.storage.local. chrome.storage.sync wird niemals verwendet – Token werden niemals auf andere Chrome-Geräte des Nutzers übertragen. - Keine Remote-Codeausführung: Die Erweiterung lädt keine Skripte aus dem Netzwerk. Sämtliches gebündeltes JavaScript wird im vom Store signierten Paket ausgeliefert und vor der Bereitstellung vom jeweiligen Store geprüft.
- Kein Tracking durch Dritte: Kein Analyse-SDK, keine Werbeskripte, standardmäßig keine Telemetrie. Ein optionaler Telemetrie-Schalter ist werkseitig deaktiviert.
- Update-Kanäle: Chrome Web Store, Microsoft Edge Add-ons, Firefox Add-ons. Updates werden vom jeweiligen Store signiert.
Auftragsverarbeiter
AllyProof setzt eine kleine Anzahl geprüfter Drittanbieter ein, um das Produkt bereitzustellen: eine EU-Datenbank- & Authentifizierungsplattform, einen EU-Cloud-Infrastrukturanbieter (Deutschland), einen globalen CDN- & Sicherheitsanbieter, einen Zahlungsanbieter (Paddle.com Market Limited, unser Merchant of Record), einen US-basierten KI-Sprachmodell-Anbieter (API-Bedingungen ohne Datenspeicherung) und einen US-basierten Anbieter für Transaktions-E-Mails.
Eine vollständige, aktuelle Liste der Auftragsverarbeiter mit Anbieternamen und Datenverarbeitungsbedingungen ist auf Anfrage unter legal@allyproof.com erhältlich. Kunden mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag werden im Voraus über wesentliche Änderungen bei Auftragsverarbeitern benachrichtigt.